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Besetzung der Aula der Humanwissenschaftlichen Fakultät Köln PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 27. November 2009 um 00:00 Uhr

Pressemitteilung 27.11.2009

 

Seit dem 24.11. wird die Aula der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln von Studierenden und Unterstützern des Bildungsstreiks besetzt. Konkrete Kritik und Forderungen seitens der Studierenden, SchülerInnen und Auszubildenden liegen dem Rektorat der Universität Köln seit über einer Woche vor. Die Reaktionen umfassen bisher eine Strafanzeige, die polizeiliche Räumung der Aula 1, sowie die Verhinderung einer darauf folgenden Vollversammlung der StudentInnen mittels Absperrung der dafür vorgesehen Räumlichkeiten mit der Begründung einer spontanen Ausweitung von „Bauarbeiten“.

 

Eine signifikante Anzahl der Studierenden Kölns äußert vehement und begründet Unzufriedenheit. Dieser Kritik wird nicht begegnet, vielmehr versucht das Rektorat die Krise auszusitzen und hofft, dass der Protest zum Erlahmen kommt, solange man nur nicht reagiert und vor allem in einen ergebnisoffenen Dialog mit den Studierenden tritt. Von allen Seiten wird den Studierenden – mal mehr, mal weniger - die Plausibilität ihrer Forderungen bescheinigt, eine Beschäftigung mit diesen findet bei den Verantwortlichen jedoch nicht statt. Wie fundiert die Argumentation hinter den Forderungen ist, zeigt sich auch an der Kölner Erklärung „Zum Selbstverständnis der Universität“ seitens Lehrender vom 24.11.2009, die nahezu deckungsgleich mit den Forderungen der Studierenden, SchülerInnen und Auszubildenden ist.

(Herunterzuladen auf http://www.bildungsstreik-koeln.de/index.php/downloads/category/6-?download=10%3A_2411)

 

Das Plenum und eine spezielle Arbeitsgruppe beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung der Forderungen. Wir erwarten weiter den Eintritt des Rektorats in einen Dialog, um gemeinsam über nachhaltige Veränderungen sprechen zu können.

 

Aktuell liegt ein Schwerpunkt der öffentlichen Aktionen dementsprechend darin, die Anliegen der Bewegung in die Gesellschaft zu tragen und innerhalb einer breiteren Masse ein Bewußtsein für die Fehlentwicklungen innerhalb des Bildungswesens zu schaffen, um letztlich einen ergebnisoffenen gesellschaftlichen Dialog zu bewirken. Beispielhaft hierfür sei der heutige Flashmob genannt, als um 09:30 und 13:30 30 bzw. 60 Menschen regungslos im Hauptgebäude der Universität lagen. Ein Spruchband mit dem Titel „19 Millionen Bolognaleichen: Tendenz steigend“ begleitete die Aktivität. Weitere Aktionen sind für morgen  in der Innenstadt geplant.

 

Wir laden all diejenigen, die unsere Meinung teilen, dass Bildung eine zentrale Rolle innerhalb unserer Gesellschaft einnehmen sollte, ein, sich aktiv oder passiv zu beteiligen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich dazu am Samstag den 28.11.2009 innerhalb des für 16:00 Uhr angesetzten Plenums, gefolgt von weiteren Veranstaltungen, darunter Konzerte u.a. von „Thorsten Powers“ ab 21:00.

 
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