Home PM Pressemitteilung der Bildungsstreikenden aus FreiRaum 301
Pressemitteilung der Bildungsstreikenden aus FreiRaum 301 PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 20:25 Uhr
Seit Donnerstag, dem 19.11.2009 wird der Raum 301 der Kölner Fachhochschule in der Südstadt besetzt. Grund hierfür war und ist noch immer das marode Bildungssystem. Überall in Deutschland und auf der ganzen Welt machen Betroffene gegenüber diesem System ihren Unmut deutlich. Betroffen sind nicht nur die Hochschulen, sondern alle Institutionen in denen Bildung vermittelt wird. Dies führte dazu, dass sich Studierende, Auszubildende, SchülerInnen, sowie jüngere Kinder und Eltern diesen Herbst an zahlreichen Demonstrationen und Besetzungen beteiligten.

Der geschaffene Freiraum in der Fachhochschule Köln wird seit der Besetzung zur umfassenden Analyse der bestehenden  Missstände genutzt. Auf dieser Basis erarbeiten die Streikenden Ideen und Forderungen, um das Bildungssystem nach ihren Vorstellungen und Bedürfnissen zu verändern. Inzwischen umfasst der, in den letzten 26 Tagen entstandene Forderungskatalog 18 Seiten, dessen Forderungen sich an verschiedenste Entscheidungsträger richten.

Vergangenen Montag (14.12.2009), nach einem ausführlichen Rückblick auf die vergangenen Wochen in der Besetzung, fasste das Plenum den Beschluss,  Freiraum 301 kommenden Donnerstag (17.12.2009) zu verlassen. Für die anfängliche Entstehung eines Streikbündnisses mit dem Namen „FreiRaum“ an der FH Köln war ein Raum nötig, der jederzeit genutzt werden konnte. Jetzt kann diese Arbeit in einem anderen Rahmen stattfinden. Die Streikenden bleiben weiterhin aktiv, deshalb wird derzeit mit dem Dekanat über einen Raum verhandelt, um weiterhin einen zentralen Ort für die Arbeit an den Forderungen nutzen zu können. Raum 301 wird freiwillig wieder in den regulären Vorlesungsbetrieb zurück gegeben - hinter der Kritik am Bildungssystem stehen die Streikenden entschlossener als jemals zuvor!


Die Zusammenarbeit zwischen Streikenden und dem Dekanat der Fakultät 01 und dem Präsidium der Fachhochschule Köln war von Fairness und Dialogbereitschaft geprägt.
Diese Umgangsformen sind nicht überall selbstverständlich. Das wurde in anderen besetzten Schulen und Hochschulen, wie etwa in der wenige Kilometer entfernten Universität zu Köln deutlich, die polizeilich geräumt wurde.

Die Streikenden sind sich bewusst, dass die Arbeit noch lange nicht getan ist. Nach wie vor ist die Unterstützung und Kooperartion der Entscheidungsträger gefordert, denn Konzepte für gerechtes und chancengleiches Lernen können nur gemeinsam entwickelt werden.

Bildung ist ein Menschenrecht, das niemals käuflich sein darf!
 
blank info