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PM des Bildungsstreikbündnisses Köln - 22. August 2011: PDF Drucken E-Mail
Montag, den 22. August 2011 um 15:51 Uhr

Kölner Bildungsstreikbündnis ruft zu Protesten im November auf

 

Um gemeinsam für Verbesserungen im Bildungssystem einzutreten, haben
sich Schülervertretungen, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA)
der Universität zu Köln, sowie zahlreiche Gewerkschaftsjugenden und
politische Gruppen zum Kölner Bildungsstreikbündnis zusammengeschlossen.
Das Bündnis bereitet für Oktober und November vielfältige Aktionen vor,
darunter eine Großdemonstration am 17.11. Sie soll auf die chronische
Unterfinanzierung von Schulen und Hochschulen, die schlechten
Berufsperspektiven für Jugendliche und die soziale Selektion im
Bildungssystem aufmerksam machen.

...

 

Leonard Haas stellt im Namen der BezirksschülerInnenvertretung Köln
fest: „Mit dem so genannten Schulkonsens, der das gegliederte
Schulsystem in der Verfassung festschreiben soll, zeigt die
Landesregierung, dass sie die Botschaft unserer letzten Proteste nicht
verstanden hat: Es muss endlich Schluss sein mit der Auslese von
Kindern, wir brauchen eine Schule für alle!"

Für den Herbst befürchten die Bündnismitglieder zudem Engpässe an den
Hochschulen und auf dem Ausbildungsmarkt. „Die sinnlose
Schulzeitverkürzung wurde durchgezogen, ohne die Hochschulen auf die
doppelten Abiturjahrgänge vorzubereiten, sodass dieses Semester
bundesweit mindestens 50.000 Studienplätze fehlen. Auch die Uni Köln
wird zahlreiche Bewerber ablehnen müssen und die Seminare werden noch
überfüllter, als sie es jetzt schon sind." so Katharina Sass, Mitglied
des AStA-Vorstands. Auch der Bedarf an Ausbildungsplätzen ist derzeit
nicht gedeckt und wird sich im Zuge dieser Entwicklung voraussichtlich
noch erhöhen. Daher schließt sich das Bündnis der Forderung nach einer
betrieblichen Ausbildungsplatzumlage an und beteiligt sich am 1. Oktober
am IG-Metall-Aktionstag für eine Übernahmegarantie für Auszubildende.

„Außerdem fordern wir mehr Demokratie in allen Bildungseinrichtungen,
die Abschaffung der undemokratischen Hochschulräte und ein Ende des
krankmachenden Drucks in Bachelor-Master-Studiengängen und G8-Schulen",
so Stefan Brackertz von der Hochschulgruppe der Gewerkschaft für
Erziehung und Wissenschaft (GEW) Köln.

Kontakt:

Katharina Sass, 0176 63861181
Leonard Haas, 015788363552
Stefan Brackertz, 016092123064

http://www.bildungsstreik-koeln.de/

 
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