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Audimax Wien geräumt – Bildungsproteste gehen weiter PDF Drucken E-Mail
Montag, den 21. Dezember 2009 um 10:33 Uhr

Wien 21. Dezember: Während andere Universitäten politische Lösungen finden, lässt das Rektorat der Universität Wien räumen. Versorgung der Obdachlosen nicht sichergestellt.

Obwohl eine politische Lösung in Reichweite war, ließ das Rektorat das Audimax heute Morgen von der Polizei räumen. Etwa 150 Personen verließen auf Aufforderung friedlich das Gebäude. Die BesetzerInnen sind enttäuscht von der Vorgehensweise des Rektorats, sie verurteilen Räumungen als Ersatz für das Finden einer politischen Lösung.

Heute Abend hätten im Plenum die Bedingungen für eine Einigung mit der Universität beschlossen werden sollen. Von Seiten der BesetzerInnen herrschte eine große Bereitschaft noch vor Weihnachten eine Lösung zu finden.

Auch die Wiener Obdachlosenorganisationen fühlen sich übergangen. Die Vorbereitungen für die Versorgung der Obdachlosen waren noch nicht ganz abgeschlossen. Rund 100 Obdachlose stehen nun ein paar Tage vor Weihnachten auf der Straße. “Diese Menschen wurden heute mutwillig in die Kälte geschickt”, kritisiert Markus Reiter, Geschäftsführer des Neunerhauses.

Besonders unverständlich ist der Zeitpunkt der Räumung. Verglichen mit den letzten Wochen hat sich die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert. Es gab keine akute Verschlechterung, die die heutige Räumung rechtfertigen würde.

Die Bildungsproteste gehen jedenfalls weiter! Die Wiener “unsereuni”-Bewegung hat ihr Zentrum in den noch immer besetzten zweitgrößten Hörsaal der Universität Wien (C1, AAKH) verlagert und die Arbeit sofort fortgesetzt. Um 13 Uhr und 19 Uhr finden dort Plena statt.

Die Audimax-Besetzung hat eine Bildungsbewegung losgetreten, die weit über die Besetzung hinausgeht. Über 30.000 Studierende sind über das Internet vernetzt, über 100 Arbeitsgruppen engagieren sich weiterhin, kreative Straßenaktionen, Proteste und Besetzungen an über 80 Universitäten in Europa gehen weiter.

Das Audimax Wien ist überall!

Rückfragehinweis:
AG Presse
0699/192 033 71
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Homepage: http://unsereuni.at

12 Uhr Solidemo vom Albertus Magnus Platz über die Aachner

Über 80 Obdachlose werden auf die Straße gesetzt, da Räumung wider aller Absprachen durchgeführt wurde. http://derstandard.at/1259282355909/NGOs-Raeumung-eine-wirkliche-Schweinerei

 

Kommentare  

 
#4 Der Leser 2009-12-21 22:03
Toll. Mit dem Argument könnten wir also den ganzen Winter über Obdachlose in den Hörsälen einquartieren. Prima Idee.
 
 
#3 Pascal 2009-12-21 19:39
Wenn Du bei -10°C auf der Straße geschlafen hast, darfst du gerne nochmal fragen, wass denn "die Obdachlosen im Hörsaal machen."
 
 
#2 Der Leser 2009-12-21 13:41
Was machen denn Obdachlose im Wiener Hörsaal? Was hat das Problem der Wohnungsnot mit den z.T. ohne Zweifel berechtigten Bildungsprotest en zu tun?
 
 
#1 AK Presse 2009-12-21 13:09
gefunden auf unsereuni.at

Guten Morgen: Gratulation and die Bürokratie und alles kleinkarierte Denken, wie es von unseren, sich mit der Idiotie um den Gipfel der Sinnlosigkeit prügelnden, Vertretern, Beschützern und letztlich auch Mördern, praktiziert und perfektioniert wird. Jene mit vulgären Worten zu bedenken würde ihnen noch schmeicheln und beleidigt die Intelligenz derer, die noch etwas verändern wollen, indem ihr nobles Vorhaben entweiht wird.
An Weihnachten werden zig Obdachlose während einer Kälteperiode mit vor die Tür gesetzt und die Revolution fairer, freier und notwendiger Bildung mit Füßen getreten.
Fallen wir weiter lächelnd zu Boden. Bald schlagen wir auf und dann ist es zu spät. Sollen sie nur so weitermachen, die Politiker,die Bürger, die Einfachen und die Idioten. Es dauert nicht mehr lange und wir stehen alle auf der gleichen Stufe stupider Banalität.
Falls manche meine Meinung nicht teilen: Ihr wißt ja, wie das mit einem Boomerang so geht, wenn der mal richtig geworfen wurde...
 
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