| Auf zur KMK |
|
|
|
| Donnerstag, den 10. Dezember 2009 um 00:03 Uhr |
Auf geht's zur KMK!!!Treffpunkte sind 11.00 Uhr am Bahnhof Süd und 11.30 Uhr auf dem Albertus-Magnus-Platz.Wir gehen davon aus, dass nicht alle in einen Zug passen ;) hier noch mal der Flyer |




Kommentare
Ungeachtet der nun wirklich nun nicht ruhmreichen "Beschlüsse" - aber was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Kein Wort bezüglich der Ökonomisierung der Bildung ist zu vernehmen. Ich will frei von Marktinteressen studieren und Forschung soll auch von diesen frei sein! Die KMK versucht durch ihre Zugeständnisse die an den Kern- Forderungen vorbeigehen (vgl. Kölner Erklärung) von den eigentlichen Problemen abzulenken und die Proteste zu beruhigen. Der Artikel des WDR belegt, dass die Forderungen der Studenten von den Medien nicht wahrgenommen werden. Was in den Medien als Erfolg dargestellt wird ist Hohn und Verachtung gegenüber der grundsätzlichen Kritik des Bildungsstreiks .
Tatsächlich ein Erfolg? Okay, sie ändern etwas, aber offenbar nicht so, wie wir Studenten es wollen. Ein bisschen den Bachelor entzerren...War es das? Was ist mit dem Mitbestimmungsr echt der Studierenden in der Universität? Was ist mit unserem Anspruch, nicht durch verschulte und modularisierte Studiengänge unter Zeitdruck durchhetzen zu wollen? In Zukunft sollen es dann acht Semester sein statt sechs…Na und?! Ich bin verdammt noch mal erwachsen und will selber bestimmen, wie lange ich was studieren möchte!
Und was ist eigentlich mit den Forderungen der Schüler? Hat die KMK dafür keine Ohren? Schüler leiden auch unter ihren "Bildungsstandar ds", die nichts anderes als Leistungsstanda rds sind. Alle dasselbe rein in den Kopf, Wissen statt Bildung, bloß nicht die Kleinen schon fragen stellen lassen. Lieber schön nur den Erwerb von Kompetenzen fördern und das als qualifizierende – sprich tatsächlich jedoch reduzierte und verstümmelte – Bildung verkaufen. Aber wie steht es denn in der Schule mit dem selber lernen, selber denken, selber kritisch denken lernen?
Ich bin immer noch sehr unzufrieden. Und ich bleibe unzufrieden! Schönheitsrepar aturen sollen uns nur mundtot machen und unseren Protest erlahmen lassen. An den Maximen des (Un-)Bildungssystem , in das wir so arglos in den letzten friedlichen Dekaden reingerutscht sind, ändern diese Schönheitsrepar aturen nichts. Standardisierun gen und Modularisierung en bedeuten nichts anderes als Engführung und Gleichmacherei, die dieses Unbildungssyste m weiterhin implizieren wird. Bildung aber ist ein individueller und offener Prozess. Es bedarf also mehr als Schönheitsrepar aturen, der Protest muss weitergehen, auch wenn er noch viel Mühe bereiten wird. Ich hoffe, dass wir weiter am Ball bleiben und uns nicht mit dem ersten Knochen, den uns die KMK heute zugeworfen hat, zufrieden geben werden.
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.