Home News News Aula 2 erneut besetzt
Aula 2 erneut besetzt PDF Drucken E-Mail
Montag, den 07. Dezember 2009 um 22:33 Uhr
Die Aula 2 der Universität zu Köln (Hauptgebäude) ist erneut besetzt!
Kommt alle vorbei und macht mit!

 

Kommentare  

 
#19 Jim 2009-12-09 22:12
Carsten,
grundsätzliche sehe ich kein Problem darin, sich auch schriftlich auszutauschen. Dass man sich vielleicht zu stark liest, findet man ja auch so heraus. Tut mir leid, wenn ich zur allgemeinen Begriffsverwirr ung beigetragen habe; das war gerade nicht meine Intention.

Dann liegt es vielleicht auch an meiner starken Lesart, dass ich mein Elektriker-Beispiel daraus folgen sehe. Mir fehlt nur etwas zwischen dem Schritt von der freien Einsamkeit und Muße, hin zur kritischen Meinung über Hunger und Krieg, etwas vermittelndes. Sonst wäre es eben ein großer Teil der Bevölkerung von dieser Fähigkeit ausgeschlossen, was ich so in seiner Allgemeingültig keit aber nicht beobachten kann.

Andrea,
ich finde es sehr interessant, dass ich dir in großen Teilen zustimmen kann, also schließ doch bitte auch nicht mittels harschen, unterstellenden Fragen von meinen Aussagen auf eine mir angedachte Meinung, welche mir gar nicht entspricht. Ich sagte doch nie, dass ich etwas nicht verstehe.

Mir ist es nur wichtig, dass deine Schilderungen, die teilweise mehr als zutreffend sind, was die Umstrukturierun gen der Studiengänge betrifft, nicht zwangsläufig das Ergebnis von Bologna sind; Bologna im umgekehrten Fall aber nicht zwingend von Leuten verfasst wurde, die einen offenen Bildungsbegriff „systematisch“ verhindern wollten.

Mich ärgert deshalb, dass bei der jetzt zurecht groß angelegten Kritik, die vermeintlich Leidtragenden der letzten Jahre bei einer eventuellen Rückführungen in alte Studiengänge auch bedacht werden sollten. Das werden sie aber meiner Meinung nach bei dieser Überlegung viel zu wenig. Gleichzeitig finde ich auch, dass diejenigen, welche den aktiven „Streik“ nicht mittragen – leider immer noch die Mehrheit -, bei der weiteren Ausführung ihrer sogenannten akademischen Ausbildung nicht gehindert werden sollten, weil das vielleicht trotz prinzipiell vorherrschender Symphatie unter anderem noch tiefere Gräben in die Studentenschaft graben könnte. Der Anspruch ist schließlich Demokratie und eine allumfassende Veränderung der Bildungslandsch aft. So kann man zwar sein Tun mit der Vertretung eines viel wichtigeren Ziels – mein „higher reason scheiss“, tut mir leid, das Wort gefällt Euch scheinbar nicht – für sich legitimieren. Doch ob es von den Betroffenen dann auch legitimiert ist, daran habe ich meine höchsten Zweifel.

„Higher reason“, „wichtigeres Ziel“, „für alle gut“, „Gott/Allah“, „Übergang der sozialistischen Gesellschaft in den Kommunismus“, wird so für mich leider sehr austauschbar, wenn das eigene Denksystem den jeweiligen Begriff als Zweck über alle Mittel stellt. Das will ich hingegen gar nicht unterstellen, ich möchte nur warnen, dass eben das mit verkürzter Argumentation unter den vielen versteckten Prämissen schnell in diesen Verruf kommen kann. Deswegen mein „Teilweise hört es sich ja schon so ein bisschen nach(...)“ und nicht „Das ist(...).

Ich sprach also gar nicht von Freiheit.
 
 
#18 Andrea 2009-12-09 21:11
Sorry Jim, aber ich verstehe intuitiv grad nicht, was Du mit "higher reason scheiss" meinst, der dann "aber wenig argumenativ" sein soll. Was meinst Du damit? Ist es schon "higher reason scheiss", wenn man die große Vokabel "Freiheit" in den Mund nimmt? Und ist dann etwa 'lower reason' das sachlichere und argumentativ fundiertere Gegenpendant?

Ok, egal, soll ja auch nicht um Begriffs-Haarspalterei gehen. Versteh ich aber trotzdem nicht. Man sollte so sprechen dürfen, ohne direkt als pathetisch abgestempelt zu werden, finde ich…

Um mal unreligiös im Klartext zu einem Punkt zu kommen, der Dir unklar erscheint, wenn ich das richtig verstanden habe, und der das Argument betrifft, warum BA/MA-Studiengänge (gilt aber auch für alle modularisierten Studiengänge/ also auch neue LPO) die persönliche (Bildungs-) Freiheit einschränken: Ein durchmodularisi erter und zeitlich dicht organisierter Studienverlauf, in dem viele kleine Teil-Leistungen zu erbringen sind, verunmöglicht zB das Nachgehen eines individuell gesetzten Studienschwerpu nkts. Denn dafür braucht man beispielsweise Zeit, die in diesem System aber ausgereizt ist. Ich lerne weder mich und meine eigenen Forschungsinter essen/möglichkeiten/Kreativitätspot entiale hier vertieft und besser kennen - was man eben auch von Bildung als einer Seite der Medaille erwarten darf - noch bekomme ich einen tieferen Blick für das Ganze meiner Fächer. Ich denke sogar, dass viele Studenten hier dazu verleitet werden, die Creditpoints zu fokussieren, anstatt sich inhaltlich voll und ganz auf die Sache des Studiums und der „widerständigen “ Bildung einzulassen.
Und nach sechs Semestern ist man fertig, aber was hat man dann eigentlich gelernt? Was bleibt übrig? Mit Sicherheit eine Menge abgespultes Verfügungswisse n, aber wo sind die Widerstände, an den ich wirklich gewachsen bin? Solche Widerstände, an den man sich bilden und entwickeln kann, muss man eben z.T. auch erst entdecken, und wenn man sich dafür eben auch mal für vier oder auch vierzehn Monate in die Bibliothek verkrümmeln muss. Im BA/MA-System wird das, wie mir derzeit scheint, systematisch verhindert.

(Man könnte auch fragen warum das so ist, und da kommt das Interesse der Wirtschaft ins Spiel, wo etwa gefragt wird nach kurzem Studium, Kompetenzen und besser wenig Bildung. Wie sagte die – man höre - FDP-Politikerin Hamm-Brücher noch gleich:
„Eine starke Strömung ist der Ansicht, allzuviel Bildung schadet nur. Die Leute könnten ja wirklich kritisch werden.”)

Ich sehe ein, dass man durch gewisse Pflicht-Basics durch sollte, wie sie es auch grob und orientierend beim alten Lehramt/Magister gab, aber darüber hinaus bin ich auch der festen Überzeugung, dass ich ab einem gewissen Grad selber...akademisch laufen lernen muss. Und dafür muss ich mir meinen Gegenstand bzw. Widerstand selber suchen, den ich erforschen möchte. Dafür brauche ich aber eben Muße, Zeit, die mir im peniblen vorgefertigten 6-Semester-BA-Plan nicht gelassen wird. Und da fühle ich mich persönlich gegängelt und in meinen Möglichkeiten und auch in meiner Kreativität, eben in meiner (Bildungs-)Freiheit, eingeschränkt oder gar dieser beraubt. Andere Studenten offenbar auch, sonst gäbe es wohl keinen Bildungsstreik. Ich möchte eben schon – und hier fängt meine (Bildungs-)Freiheit an – meinen Stundenplan selbst erstellen dürfen, und nicht über ein Klips-System in irgendwelche abzuarbeitenden Module gesteckt werden.

Die Stichworte/Gegenmittel sind also hier zumindest Entzerrung und ein entsprechender OFFENER Bildungsbegriff , denn einen tendenziell geschlossenen geben die BA/MA-Strukturen vor. Ob eine Reform was bringt, wage ich zu bezweifeln, denn weil Politik und Wirtschaft heutzutage gerne unverblümt unter einer Decke stecken (Bsp. Bertelsmann), wird kein großes Interesse an Veränderung im Sinne einer echten Bildung sein.
Und noch eine weitere Frage, die sich mir stellt: Warum soll eigentlich jeder durch dieselben Module durch müssen? In der Pluralität und in der Verschiedenheit der Neigungen und Begabungen liegt doch das Potential der Gesellschaft, und nicht im kurzatmig durchstrukturie rten Einheitsbrei-Studium…

Ich hätte noch viel dazu zu sagen oder zu fragen, aber das wird dann hier zu voll. Die aufgeführten Gedanken müssen also reichen. Erscheinen die denn so unplausibel? Die Frage ist doch einfach in Hinsicht auf die (Bildungs-)Freiheit: Möchte ich, dass man mir als erwachsenen Menschen von A bis Z vorschreibt, wie mein Studium auszusehen hat und in welchem Tempo ich durch mein Studium durchrennen soll? Oder möchte ich mitbestimmen, was, wie und unter welchen Tempi ich lerne und wie mein Studium – es ist doch meins zu mindestens 50 Prozent oder sollte zumindest so sein – aussehen soll?

Ich kann nicht verstehen, wie man diesen einfachen und schlichten Anspruch nicht verstehen kann. Darüber muss man sich austauschen. Eben gerne auch mal, und hier zurück zum Thema, in einer besetzten Aula.
 
 
#17 Carsten 2009-12-09 19:51
@ Jim

offensichtlich lesen wir uns gegenseitig zu stark. "Diskussionen" über Kommentarfunkti onen sorgen zu sehr für Missverständnis se. Ich habe mich an der deiner "higher reason scheiss" und "religiösen" Metaphorik gestört - und da möglicherweise zu viel reingelesen.

Ich schiebe dir kein "neoliberales" "Feindbild" unter. Auch beziehe ich nicht Stellung gegen den Kapitalismus - nur gegen eine Ökonomisierung aller Lebensbereiche.

Deine Zweifel sind berechtigt! Da natürlich Protest eine Art Macht- oder Gewaltausübung zu implizieren scheint und dann stellt sich die Frage nach deren Legitimität.


Und ich mache auch keinen Elektriker zum Komplizen, das folgt nicht aus meiner Argumentation.

"Eigentlich zwingst du mich noch mehr darauf einzugehen, was hier aber in einer Kommentarfunkti on sicher nicht zu leisten ist"

Dem schließe ich mich an, der Kommentarfunkti on fehlt das zwischenmenschl iche.
 
 
#16 Jim 2009-12-09 19:26
Ich sprach auch nicht von religiöser Metaphysik, sondern davon, dass die Rhetorik hier nach religiöser Missionarslogik klingt. Die mir wichtigsten Passagen habe ich paraphrasiert aufgeführt. Streich aber wegen mir das Wort „religiös“, wenn es dich stört.

Doch genau indem du nun den Rundumschlag versuchst, obwohl ich lediglich die Methodik und die Legitimität Menschen, die trotz sicher auch vielleicht geteilter Meinung über Probleme im Bildungssystem dennoch ihre Klausuren schreiben wollen (!), von der Fortführung ihres gegenwärtigen Studiums abzuhalten oder zumindest zu hindern, angezweifelt habe, schiebst du mir tatsächlich das - sogenannt - „neoliberale“ Feindbild unter. Frei nach dem Schluß, bin ich nicht dafür, bin ich dagegen und somit kein Humanist, sondern nur daran interessiert, was direkten Nutzen (was ist das?) für mich verspricht. Mehr noch: Weil ich das Argument BA/MA schränke die Freiheit eine „kritische Position zu z.B. Ernährung und Krieg einzunehmen“ ein nicht schlucke, mache ich mich deiner Logik nach eben zum Komplizen gegen dieses Anliegen, wie mir scheint. Ich frage dich ernsthaft, macht sich jeder Elektriker, der „nur“ eine betriebliche Ausbildung absolviert hat, auch zum Komplizen, nur weil er kein freies, einsames und mußisches Hochschulstudiu m absolviert?

Eigentlich zwingst du mich noch mehr darauf einzugehen, was hier aber in einer Kommentarfunkti on sicher nicht zu leisten ist, vor allem was deine Reduktionismen auf die Bösartigkeit des Kapitalismus anbelangt. Stattdessen gehen meine eigentlichen Kritikpunkte verloren und dass ich mich grundsätzlich mit den Zielen identifiziere, hast du wohl überlesen.
 
 
#15 Carsten 2009-12-09 18:47
Ergänzung:

Mit der Ökonomisierung der Bildung wird der Mensch als Mensch abgeschafft und somit der Souverän einer Demokratie. Wer Bildung also ökonomisiert schafft die Demokratie ab.
 
 
#14 Carsten 2009-12-09 18:19
@ Jim

Von religiöser Metaphysik fehlt in den unten angeführten Beiträgen jegliche Spur.

Es stellt sich die Frage, ob man Menschen als Menschen oder als Humankapital betrachtet.

Entscheiden wir uns für die Perspektive des Humankapitals nehmen wir in kauf, dass auf Kompetenzen reduzierte Bildung Wissen und Universitäten normierte Absolventen produziert, die die kontingenten Bedürfnisse des Marktes befriedigen sollen: also bspw. sowohl die Herstellung von Babynahrung als auch Massenvernichtu ngswaffen - und zwar undifferenziert .

Menschenbildung aber benötigt Freiheit von festen BA/MA Strukturen und Freiheit für Einsamkeit und Muße, um eine kritische Position zu z.B. Ernährung und Krieg einzunehmen - unabhängig von den Interessen des deregulierten Marktes dessen Freiheit auch Freiheit von moralischen Werten meint.

Von Erlösung kann hier nicht die Rede sein, wohl aber von Befreiung. Wenn Humanität "higher reason scheiss" ist, was hat dann für dich einen Wert? Oder hat für dich nur ein direkter Nutzen einen Wert?
Den Protest nur auf "Gegen Studiengebühren " zu reduzieren reicht nicht! Ganz eng gefasst wäre die Abschaffung der Gebühren auch nur eine Investition in das eigene Humankapital.

Bildung ist keine Ware, aber der Mensch auch nicht! Und mit der Ökonomisierung der Bildung wird der Mensch abgeschafft!
 
 
#13 Jim 2009-12-09 17:48
Teilweise hört sich das ja schon so ein bisschen nach religiöser Missionarslogik an, auch wenn ich mich eigentlich grundsätzlich mit den Zielen identifiziere:
Abschreckung sei gut; genauso wie wenn Klausuren ausfallen und man sich in Misskredit bringt; ist ja auch egal, es geht ja nicht um Beliebtheit - higher reason Scheiss und so -; gleichzeitig macht man das aber für aller Erlösung. Das ist doch alles recht verrucht, meiner Meinung nach, und wenig argumentativ. Mit dem Beschluss Bachelor und Master als symbolträchtige s Exempel abschaffen zu wollen, wurde allerdings ja auch schon vorher gezeigt, dass es eben nicht um dringliche Sorgen und Nöte geht, sondern für das kollektive Interesse auch Menschen mit einem fertigen Abschluss in der Tasche als eine verlorene, bestenfalls exotisch abgewertete Studentengenera tion in Kauf genommen werden. Oder sehe ich das falsch? Das ist dann wohl ideologieintern er Pragmatismus.
 
 
#12 Pascal 2009-12-09 17:23
Lieber Herr Honecker, ich wüsste gern, wass Herr Etzioni davon hält, dass man für ihn Studenten von der Polizei wegräumen lassen würde. War leider heute nicht da, um ihn zu fragen.
 
 
#11 Lisa 2009-12-09 12:24
ich finde es sehr schade mit welcher Ignoranz aktiv streikende Personen konfrontiert werden.Zumal es diese nicht nur für sich, sondern für die alle Studierenden machen! Ich persönlich finde es eine Frechheit für Bildung Gebühren zu verlangen. Ist der freie und schichtunabhäng ige Zugang zu Bildung nicht eines DER Errungenschafte n der Moderne? Etwas womit sich die Politik eigentlich ach so gerne brüstet? Und ich kenne einige, die nicht Studieren, weil sie nicht das nötige "Klein"geld besitzen (bzw ihre Eltern besitzen es nicht). Ich finde es schlimm, dass der Rektor es nötig hat Sicherheitsteam s zu engagieren und noch nicht einmal glaubt die Professoren der betreffenden Vorlesungen vorher informieren zu müssen. Ich finde es schlimm, dass der Konkurrenzkampf unter den Studenten teilweise so groß ist, dass Bücher in den Bibliotheken intern von "Kommilitonen" (was so viel wie MITstudent heißt)versteckt werden, in den Büchern wichtige Passagen ausgeschwärzt werden, um sich selbst einen Vorteil in den Klausuren zu verschaffen! Das eine Huhn pickt dem anderen ein Auge aus. Damit man mich nicht falsch versteht, ich denke nicht dass es sinnvoll wäre eine Situation zu schaffen, in welcher kein Wettbewerb zwischen Studenten besteht. Aber die aktuellen Ausmaße sind nicht verantwortlich.
Ich finde es schlimm, dass so viele Studenten unter stressbedingt unter psychosomatisch bedingten Beschwerden leiden. Ich finde es genauso schlimm, wenn nicht noch viel unverantwortlic her, dass der Zeit- und Leistungsdruck schon in die Sekundarstufe I verlegt wird. Ich bekomme es selbst aus dem Familienkreis mit, was alles von den Kindern verlangt wird. Und glaubt mir, die psychische und physische Belastbarkeit der Kinder ist erreicht. Klar, der Mensch ist zu vielem in der Lage und kann oft über sich selbst hinaus gehen. Aber es geht auch wohl etwas um die Ethik und wie Menschen begegnet wird.
Ich weiß nicht wie es euch geht - aber ich will mich später nicht rechtfertigen müssen, warum ich vielleicht nur einem/zwei meiner Kinder ein Studium finanziern kann und warum nicht auch noch dem dritten.
Und wenn ich sowas höre vonwegen "Kopie der 68er Bewegung" da könnt ich nur kotzen!Es geht wohl weniger primär um Nostalgie sondern vielmehr darum an aktuellen sozialen Problemen zu arbeiten. Und wenn du neue Anreize setzen kannst, wirst du bestimmt auf offene Ohren stoßen!
wenn dann klausuren aufgrund der Proteste verhindert werden denke ich mir,dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist. Es geht nämlich nicht nur um einen Hype/Trend!

Es wäre mir an eurer Stelle so peinlich so engagierte Leute mit einem "Ihr habt einen Knall" abzuspeisen! Vielleicht bringt es euch ja irgendwann was anderen immer Puderzucker in den Hintern zu pusten! Dann könnt ihr richtig stolz auf euch sein etwas erreicht zu haben! Kleiner Spielball, hüpf!

Dem kann ich jedoch nur mit Unverständnis begegnen!

Lisa
 
 
#10 Carsten 2009-12-09 10:46
Bezüglich des "Es reicht" Kommentars:

"Ihr macht euch bei 90% der Kommilitonen einfach nur noch unbeliebt."

Dem Streik geht es sicherlich nicht um Beliebtheit.

"Ist euch eigentlich klar, wie sehr ihr die betroffenen Studenten verunsichert?"

Dann ist schon viel erreicht, wenn Verunsicherung zum eigenen Nachdenken anregt.
Hier muss die Philosophie nicht mit dem Verwundern, sondern mit dem Erschrecken beginnen.

"Was passiert, wenn jemand fünf Minuten zu spät zur Klausur kommt?"

Wer bei einer Vergewaltigung zu sieht, nicht handelt macht sich strafbar. Wer aus Faulheit oder Feigheit nicht gegen oder für Strukturen aufbegehrt, die nicht nur Bildung verhindern sondern Demokratie und Humanität abbauen, die müssen mit den Konsequenzen rechnen, wenn sie sich nicht mit der Welt in der sie leben auseinandersetz en. Wem Scheinerwerb wichtiger ist als für Demokratie und Freiheit einzustehen oder sich damit auseinaderzuset zen hat noch nicht verstanden was ein Hochschulstudiu m ausmacht.


"Wenn morgen die Veranstaltung mit Amitai Etzioni darüberhinaus in einen anderen Hörsaal umgelegt werden muss, dann fände ich das eine Schande für die Uni Köln."

Eine Schande ist es die realen Probleme zu ignorieren.
 
blank info