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Forderungen der Kölner Schülerinnen und Schüler PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 08. Januar 2010 um 17:59 Uhr

Schülerinnen und Schüler der Kölner Schulen Schillergymnasium, Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium sowie der Michaeli-Waldorfschule haben eigene Forderungen ausgearbeitet, die von ihnen im Bildungsstreik vertreten werden.

  • Abschaffung von G8 / Revision von G9
  • Bundesweite Regelung der Bildungspolitik
  • Reduzierung der Klassenstärke auf 15 Schülerinnen und Schüler
  • Abschaffung der Kopfnoten (als Übergangslösung könnten Schulleitungen nur Einsen geben, anstatt der Kopfnoten wird ein mindestens halbseitiger Text zum Verhalten der Schülerinnen und Schüler verfasst. Dieser wird dem Arbeitgeber nicht vorgelegt.)
  • 2 gleichberechtigte Lehrer pro Klasse, möglichst unterschiedlichem Geschlechts
  • Wiedereinführung der Drittelparität
  • Vetorecht für Schülerinnen und Schüler (bei 2/3-Mehrheit im Schülerrat)in der Schulkonferenz
  • Gegen PrivatePartnershipProject (PPP) an Schulen
  • Schoolsponsoring wird verboten
  • Eine Schule für alle: Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder in einer Klasse
  • Allgemeinpolitisches Mandat für alle Schülervertretungen
  • Beurteilung der Lehrer durch die Schülerinnen und Schüler ein mal pro Halbjahr. Weitere (pädagogische) Ausbildung bei mangelhaften Beurteilungsergebnissen durch die Schülerinnen und Schüler, die staatlich finanziert wird
  • Bundesweit geregelte, gleiche Bezahlung der Lehrer
  • Referendariat beginnt nach spätestens drei Semestern
  • Abschaffung des Beamtenstatus bei Übernahme seiner Vorteile für die Lehrer
  • Keine Werbung der Bundeswehr in den Schulen

 

unterzeichnen


 

 

 

 

Kommentare  

 
#23 Anti B 2010-02-28 18:40
http://www.youtube.com/watch?v=z3QGXwiV4h0
 
 
#22 Claas Timmler 2010-01-22 16:49
Alle Interessierten sind herzlich willkommen am für alle offenen Seminar: "Aktuelle Probleme der Bildung" teilzunehmen. Dieses findet jeden Dienstag um 17:00 Uhr in Hörsaal XIII statt. Es geht um die systemischen Zusammenhänge und die Klärung von Begriffen. Es wird um Bildung in ihrer Gänze gehen und aufzeigen, wie die tradierte Idee von Bildung heute zu einem systematischen Gesamtkonzept einer "Unbildung" pervertiert wird.

Viel Raum wird es für Fragen und Diskussionen geben, z.B. über Sinn oder Unsinn von Noten, den Beamtenstatus von Lehrern, usw.
 
 
#21 Sebastian 2010-01-22 12:45
@ Schüler

gerne komme ich mal demnächst bei Euch vorbei. Das klappt aber wahrscheinlich erst Mitte Februar. Ich meld mich dann noch mal, bzw. schreibt mir doch bitte mal ne Email, damit ich nen Kontakt hab: -koeln.de
 
 
#20 Tobias 2010-01-20 11:10
Teilweise sehr gute Forderungen, aber einige gehen natürlich, wie einige der gesamten Bildungsstreikf orderungen zu weit, sind unrealistisch und unbezahlbar!
 
 
#19 Schüler 2010-01-18 19:52
Die Leute die gern darüber nochmal diskutiern möchten können ja ab Feburer in unseren Freiraum kommen.
 
 
#18 Matthias Burchardt 2010-01-17 23:02
Ich finde es sehr bedauerlich, daß seitens der Schüler bisher niemand zu einem Gespräch bereit zur Klärung möglicher Mißverständniss e in der Forderungsliste . Die Forderungen sind so gut, und viele Eltern und Lehrer würden sie sicher mittragen wären nicht folgende Punkte Wasser auf die Mühlen der Neoliberalen: Abschaffung von Beamtenstatus, Preisgabe des Föderalismus, Verflachung der wissenschaftlic hen Lehrerausbildun g und die Einführung der Evaluationslogi k durch Lehrerbewertung . Noch einmal: Ich verstehe und teile die im Hintergrund stehende Problemdiagnose , allein diese Mittel werden den nicht gerecht. Ich bin gerne bereit meine Bedenken auszuführen. (z.B. Di 17 in XIII)
 
 
#17 anderer Schüler 2010-01-17 20:51
Forderungen Unterzeichnen!
 
 
#16 Sebastian 2010-01-13 22:06
Stimmt, Claas. Haste Recht. Bildung soll nicht übereinstimmen. Eigentlich soll es das Bildungssystem. Es ist das Bildungssystem, an welches wir Anforderungen haben. Und das System ist demnach auch der Ansatzpunkt für die Qualität, von der wir konkret reden können. Aber das ist auch bei den Neoliberalen so. Natürlich verstehen sie Bildung und ihre Aufgabe anders als wir. In der Folge ist auch das Verständnis von Qualität des Bildungssystems und seinem Management anders. Aber genau deshalb sollten wir uns die Begriffe erst recht nicht nehmen lassen. Sonst hat die übliche Sprache irgendwann vorwiegend nur die Bedeutung, die uns gegen den Strich geht. Es sind lange nicht nur Pädagogen, die ihrer Sprache beraubt werden.


Ich fänd so eine Diskussion super. Hab mit Herrn Burchardt schon geschrieben. Hab ihm geschrieben, dass ich wahrscheinlich im Januar zu bin. Aber das ganze läuft ja sicher noch ne Weile :) Also ich denke, dass wir Anfang Februar sicher so ne Diskussionsrund e hinbekommen. Ich freu mich drauf!
 
 
#15 Claas Timmler 2010-01-13 13:10
Lieber Sebastian,

Du schreibst: "Und Forderungen haben wir auch und wir wollen, dass die Bildung damit übereinstimmt. Also haben wir auch eine Vorstellung von Qualität der Bildung."

Bildung soll ja nicht mit unseren Forderungen übereinstimmen. Diese sollen vielmehr Möglichkeiten für Bildung eröffnen, beschreiben als nicht die Qualität von Bildung. Durchaus lassen sich aber Merkmale herausarbeiten, die Bedingung sind, um Bildung geschehen zu lassen.

Völlig Recht hast Du mit Deiner Einschätzung, dass Pädagogen ihrer Sprache entraubt werden. So bedeuten Verantwortung und Selbständigkeit heute meist etwas anderes, als das, was darunter in der Bildungstraditi on zu verstehen war.

Vielleicht bietet sich demnächst auch außerhalb der Ak-Treffen mal eine Gelegenheit zur Diskussion. Wie gesagt: Ich melde mich, wenn ich genaueres weiß.

Bis dahin
 
 
#14 Sebastian 2010-01-13 10:04
Qualität ist nicht immer eindeutig messbar. Qualität ist nichts anderes als die Übereinstimmung mit den (An-)Forderungen. Und Forderungen haben wir auch und wir wollen, dass die Bildung damit übereinstimmt. Also haben wir auch eine Vorstellung von Qualität der Bildung.
Wir dürfen uns nicht von den neoliberalen Hirnis die Alltagssprache rauben lassen! Ich will mir nicht von Bertelsmann&Co. meinen Wortschatz einschränken lassen. Wir müssen den Wörtern wieder die Bedeutung geben, die sie verdienen, nicht die den Marktschreiern politisch gut in den Kram passt.

Vielen Dank für die Literaturempfeh lung. Es gibt im Forum auch schon einen Thread, in dem Empfehlungen gesammelt werden, die dann später sortiert werden sollen. Besser dafür wäre aber bestimmt das Wiki, wir haben im AK Presse nächste Woche Treffen und wollen über diesen ganzen Internetkram sprechen.

Zur Vorlesung kann ich heute leider nicht. Ich hab heute StuPa-Sitzung... Schade! Aber vielleicht bekommen wir ein Treffen ja demnächst hin, wobei dei kommenden 2 Wochen noch ziemlioch voll sind bei mir (Renovierung und Umzug mit meiner kleinen Familie, und ein paar andere Dinge im Bildungsstreik, bin in einigen AKs...).
 
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